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Montag, 25 Februar 2008 08:38

Geschichte bis 1952

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Die Geschichte des TSV Bassen erzählt von Höhepunkten und Rückschlägen. Die Zeit nach der Gründung und den Wirren zweier Weltkriege verlangten der Gemeinschaft Opfer ab, wie sie viele andere Vereine, die sich in diesen Jahren der Idee des Turnvaters Jahn spontan und begeistert anschlossen, bringen mussten. Auch die alten Protokolle wurden in den Kriegsjahren zerstört, so dass sich die Bassener ganz auf mündliche Überlieferungen stützen, wenn sie sich an die Gründerzeit erinnern.

Die Idee von Friedrich Ludwig JAHN begeisterte auch die jungen Leute auf dem Lande. Leibesertüchtigung hieß das Schlagwort der Zeit. In Bassen war es Lehrer Ahrens, der die Initiative ergriff und gemeinsam mit einer Schar turnbegeisterter Einwohner am 25. Februar 1914 den Turnverein "Gut Heil" aus der Taufe hob. Über mangelndes Interesse mussten sich die Gründer nicht beklagen. Der neue Verein zählte 81 Mitglieder, die auch voller Schwung und Elan zweimal in der Woche zu den Übungsstunden erschienen. ( Erster Monatsbeitrag 50 Pfennig)

Geturnt wurde in Bischoffs Gasthaussaal und die Geräte waren nagelneu. Unterstützung fand der junge Verein bei den Achimern, die zunächst ihre Vorturner nach Bassen schickten, um erste Anleitungen zu geben. Dann hatten die Neulinge den Erfahrenen aus der Nachbarschaft soviel abgeguckt, dass sie den Übungsbetrieb selbst leiten konnten. Erster Turnwart des Vereins Gutheil war Dietrich Heine, sein Stellvertreter Johann Otten.

Die Aufwärtsentwicklung zeichnete sich bei soviel Schwung und Idealismus schon ab, als der Kriegsbeginn aller Tatkraft ein Ende setzte. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 wurden Reck, Barren und Bock wieder hervorgeholt, man turnte wieder.

Der Verein gründete einen Spielmannszug, weitete den Turnbetrieb auf Leichtathletik und Schlagball aus, pachtete Mindermanns Gasthof für Sport und Spiel, baute sogar am Mühlengraben ein eigenes Schwimm - und Badebecken. Zu den turnenden Männern kamen im Oktober 1939 die aktiven Bassener Frauen hinzu. Lehrer Fehsenfeld hatte die Initiative ergriffen und eine Frauenriege gegründet. Der zweite Weltkrieg unterbrach erneut den Aufschwung im Verein.

Am 17.12.45 entschlossen sich einige Ehemalige den Verein wieder aufleben zu lassen. Die Versammlung unter Leitung von Fritz Grahl beschloss auch sogleich eine Ausweitung des Sportbetriebs. Von nun an wurde auch Fußball in Bassen gespielt. Mit Tempo ging die Entwicklung voran. Ein Sportplatz wurde gebaut, Schlagball, Handball, Korbball, Faustball und Fußball wurden begeistert gespielt. Erfolge blieben nicht aus und als 1. Höhepunkt war der Gewinn der Niedersachsenmeisterschaft 1948 im Schlagball und der 4. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Frankfurt.

Das 1. Kreisturnfest 1949 wurde ein weiterer Höhepunkt des Vereins. Die Aktivitäten der Mitglieder des Vereins TSV "Gut Heil" Bassen lassen sich nicht mit allen Worten beschreiben, darum versuchen wir die Vielfalt in der Neuzeit in Kürze zufassen.

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